
Das Ehepaar Bender hat seine Wohnvorstellungen im städtischen Neubaugebiet verwirklicht. Da von Anfang an klar war, dass in allen Räumen eine Fußbodenheizung installiert werden sollte, kam für ihr Haus eine Wärmepumpe in Betracht. Der geologische Untergrund des Grundstücks sprach für den wirtschaftlichen Betrieb einer Erdwärmepumpe mit Erdsonde, denn das Erdreich unter dem stark beschatteten Grundstück erwies sich als sehr feucht. Aus der Planung der richtigen Auslegung der Anlage ergaben sich mehrere Vorteile gegenüber konventionellen Heizsystemen. Die Bauherren konnten daher auf den Bau eines Schornsteins verzichten. Auch Gasanschluss oder Brennstofflager wurden überflüssig. Die Erdsonde wurde mittels einer Bohrung in 90 Metern Tiefe im Garten eingelassen. Die im Keller aufgestellte Wärmepumpe gibt die aus dem Erdreich gewonnene Energie an die Fußbodenheizung ab und beheizt so 209 m2 Wohnfläche – ganzjährig ohne zusätzliche Wärmeerzeuger.
Als besonders angenehm empfinden es die Benders, dass ihre wartungsarme Anlage auch zur sommerlichen Kühlung beitragen kann. Das während dieser Jahreszeit gegenüber der Außenluft kühlere Erdreich nutzen Sie nun, um ihr Haus angenehm zu temperieren. Bestimmte geologische Gegebenheiten vorausgesetzt, ist der Einsatz von Erdwärmepumpen überall möglich:
Primärenergiebilanz mit Warmwasser (kWh pro m2/Jahr)
Das Gebäude benötigt 52 kWh/m2 im Jahr Primärenergie um warm zu bleiben und Warmwasser bereit zu stellen